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Ölpreis sinkt trotz Spannungen im Nahen Osten

Brent-Rohöl fiel am Montag um rund zwei Prozent. Freigegebene Notreserven und eine saudische Preissenkung drückten den Preis trotz anhaltender Risiken.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Der Ölpreis der Sorte Brent ist am Montag gefallen. Laut Kursleiste von wallstreet-online notierte Brent am Dienstagmorgen (Stand 2:11 Uhr) bei 100,28 Dollar je Barrel, ein Minus von 2,36 Prozent. Dpa-AFX hatte den Rückgang bereits am Montagabend unter der Überschrift „Gewinne zum Wochenstart - Ölpreise sinken“ gemeldet.

G7-Staaten öffnen ihre Notreserven

Laut boersennews.de gaben die G7-Staaten zusammen rund 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren strategischen Notreserven frei. Zugleich erholten sich die Rohölexporte aus dem Nahen Osten deutlich – an vier der sieben Septembertage lagen die Lieferungen über dem Niveau vor Beginn des Konflikts.

Saudi-Arabien senkt den Preis für Asien

Zusätzlich senkte der staatliche saudische Ölkonzern Aramco laut boersennews.de seinen offiziellen Verkaufspreis für die Sorte Arab Light für November-Lieferungen nach Asien um 3 Dollar je Barrel. Der Abschlag erreichte damit das höchste Niveau seit Juni 2020.

Angriffe auf Schiffe halten die Sorgen wach

Dass der Preis trotz dieser Entwicklungen nicht noch stärker fiel, führt boersennews.de auf anhaltende Angriffe auf Schiffe und Energieanlagen in der Region zurück. Sie hielten die Sorge vor neuen Lieferausfällen wach, auch wenn aktuell mehr Öl auf den Markt kommt.

Was daraus folgt: Eine Risikoprämie für mögliche Lieferausfälle und ein tatsächlicher Anstieg des Angebots wirken hier in entgegengesetzte Richtungen – und am Ende setzte sich das zusätzliche Angebot durch. Wer allein auf Konfliktmeldungen schaut, hätte den Rückgang nicht erwartet.

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