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Geldpolitik

Frankreich zahlt fast fünf Prozent – und was das mit dem Euro macht

Investoren verlangen von Paris fast fünf Prozent Zinsen, die Schulden haben sich seit der Euro-Einführung verdoppelt – ein Blick auf die Risikoprämie.

Redaktion IM Invests5 Min. Lesezeit

Frankreich zahlt für neue Staatsanleihen fast fünf Prozent Zinsen. Das meldete wallstreetONLINE am Dienstag unter Berufung auf den Investor Leonard Fischer. Die Schulden des Landes haben sich demnach seit der Einführung des Euro verdoppelt.

Steigende Renditen, wachsender Druck auf die Staatskasse

Auch Goldreporter berichtete am selben Tag, steigende Anleiherenditen würden den Druck auf die Staatsfinanzierung in Europa erhöhen. Die Schwäche des Euro stütze im Gegenzug den Goldpreis in Gemeinschaftswährung – ein Beispiel dafür, wie ein und dasselbe Problem zwei gegenläufige Preise gleichzeitig bewegt.

Eine Währung, zwei Zinssätze

Frankreich und Deutschland teilen sich den Euro und zahlen trotzdem unterschiedliche Zinsen auf ihre Staatsanleihen. Investoren verlangen für das höhere Ausfallrisiko eines Landes eine Risikoprämie, den sogenannten Spread zur sichereren Bundesanleihe. Fischer zog laut wallstreetONLINE sogar den Vergleich zu Griechenland – und sieht Athen heute besser aufgestellt als Paris.

Was heute noch anstehen

Der Tag bringt weitere Signale aus der Geldpolitik. Um 7 Uhr spricht EZB-Ratsmitglied Piero Cipollone, um 9:20 Uhr folgt sein Kollege Boris Vujcic. Um 8 Uhr veröffentlicht Deutschland seine Industrieproduktion, Ökonomen erwarten nach einem Rückgang im Vormonat ein Plus von 0,5 Prozent; um 8:45 Uhr meldet Frankreich seine Handelsbilanz.

Was daraus folgt: Wer Staatsanleihen unterschiedlicher Euro-Länder vergleicht, sieht am Spread, wie der Markt Risiko einzeln bepreist, obwohl alle dieselbe Währung nutzen.

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